E47 – Verkehrsunfall

Lkw kippte Böschung hinunter
Truck blieb auf unbefahrenem Gleis liegen – Fahrer blieb unverletzt – Achtstündige Bergungsaktion

FEHMARN (nic) • Sein Schutzengel fuhr mit: Riesiges Glück hatte der Fahrer eines Lkw am Sonnabend. Er war gegen 18.45 Uhr auf der E 47 Richtung Fährbahnhof Puttgarden unterwegs, als er mit seinem Truck auf den weichen Bankettenbereich geriet. Das schwere Gefährt geriet außer Kontrolle, der Lkw kippte die Böschung hinunter und blieb auf einem unbefahrenen Gleis in Schräglage liegen. Unverletzt war der Lkw-Fahrer aus dem Fahrerhaus seines Trucks geklettert, hatte später noch selbst bei den Bergungsarbeiten geholfen.

„Lkw-Unfall mit eingeklemmter Person“, war die Alarmierung an die Wehren rausgegangen, so Heiko Heesch, Wehrführer der Freiwilligen Feuerwehr Puttgarden-Todendorf. Deshalb seien auch die Feuerwehren Bannesdorf und Burg alarmiert worden. Die Burger konnten jedoch, da glücklicherweise keine Menschenrettung erforderlich war, schnell wieder abrücken. Die Helfer vor Ort hatten Glück. Die Tanks des Lkw blieben bei dem Unfall unversehrt, es trat kein Diesel aus.

15 Tonnen Stahl in Form von Lampenmasten, so Einsatzleiter Heiko Heesch, hatte das internationale Gespann – der Fahrer aus Bulgarien, die Zugmaschine aus Rendsburg und der Auflieger aus Dänemark –  geladen. Die 60 bis 70 Lichtmaste vor der Bergung auszuräumen, wäre eine Höllenarbeit gewesen und hätte wesentlich länger gedauert als die Arbeiten ohnehin schon in Anspruch nahmen.

So konzentrierte sich das Bergungsteam also darauf, den Lkw samt Ladung wieder aufzurichten und auf die Straße zu hieven, beziehungsweise auf den Abschlepper zu bugsieren.

Ein schwieriges Unterfangen. Und ein langwieriges dazu. Bis um 3 Uhr am frühen Sonntagmorgen waren die Kameraden und das Bergungsunternehmen Rahlf mit zwei Kränen, einem Sattelschlepper und einem Abschleppwagen damit beschäftigt, die Krangurte unter dem schräg liegenden Lkw durchzuschieben, den Truck langsam wieder aufzurichten und schlussendlich mit den Kränen über die Böschung hinweg auf die E 47 zu hieven. Was schließlich auch gelang.

Der Lkw, der seine Fahrt nicht mehr fortsetzen konnte, wurde auf den Hof Rahlf nach Neujellingsdorf gebracht. Bis zur Dauer der Bergungsarbeiten war die E  47 Richtung Süden gesperrt. Der Verkehr, der Richtung Fährbahnhof unterwegs war, wurde am Unfall- und Bergungsort vorbeigeleitet.

Quelle: ft-online/lokales vom 1. März 2010