Jahresabschlussübung

Unfall- und Grubenrettung – Schaum und interessierte Zuschauer bei der Herbstabschlussübung in Puttgarden

FEHMARN – nic – Ein “echtes” Feuer und jede Menge “falscher” Rauch. Eine “vermisste Person”, Menschen-, Grubenrettung und viel Schaum. Die Herbstabschlussübung der Freiwilligen Feuerwehren Puttgarden-Todendorf, Bannesdorf und Meeschendorf ließen keine Wünsche offen.

Bei zahlreichen Zuschauern schon mal gar nicht. Sie fühlten sich durch Heiko Heesch, Wehrführer der Puttgarden-Todendorfer Wehr, der gemeinsam mit den anderen Wehrführern je nach Einsatzlage durch den abwechslungsreichen Nachmittag moderierte, jederzeit gut informiert.
Retten, Löschen, Bergen, Schützen – einen Einblick in die vier Grundtätigkeiten der Feuerwehr gab es am Sonnabendnachmittag auf dem Gelände des Puttgardener Umweltdienstleisters von Schönfels. Im Gegensatz zu 2008 und bereits rund fünf Jahre zuvor, als es tatsächlich auf dem Firmenhof brannte, passierte das am Sonnabend natürlich kontrolliert.

Während die Puttgarden-Todendorfer löschten, kümmerten sich die Bannesdorfer Kameraden um die Wasserversorgung per Hydrant. Die Meeschendorfer Kameraden bekamen es mit einem “Schwelbrand” in einer Werkstatt zu tun. Eine Person wurde vermisst. Die Puttgarden-Todendorfer demonstrierten die Unfallrettung und die Bannesdorfer ein Beispiel von Grubenrettung. In der Werkstatt war ein Arbeiter in die Lkw-Grube gestürzt. Der verunglückte Monteur musste, am Bein “verletzt” und weitestgehend handlungsunfähig, aus seiner misslichen Lage befreit werden.
Das interessierte Publikum konnte während der Übung selbst aktiv werden. So konnte sich stellvertretender Bürgermeister Werner Ehlers davon überzeugen, dass der Einsatz eines Spreizers nicht nur bei der realen Unfallrettung viel Kraft und Fingerspitzengefühl verlangt.

Diverse Möglichkeiten des Schaumangriffs demonstrierten die Kameraden der Meeschendorfer Wehr. Normalerweise ist dieser Part bei einer Übung schon alleine aus ökologischen Gründen keinesfalls selbstverständlich. Schwer- und Mittelschaum, auch aus der Handpistole, konnten lediglich zum Einsatz kommen, da sich unter dem Waschplatz ein Abscheider befindet und somit sichergestellt war, dass keine Substanzen in die Umwelt gelangten.

Alles habe hervorragend geklappt. hier und da sei das Zusammenspiel noch ein wenig zu üben, bilanzierte Gemeindewehrführer Volker Delfskamp im Anschluss an die Übung. Die “hervorragend Herbstabschlussübung” zeige, dass die Kameraden gut ausgebildet und ausgerüstet seien, so stellvertretender Bürgermeister Werner Ehlers.

Mit einer Ehrentafel mit der Aufschrift “Gott zur Ehr dem nächsten zur Wehr” bedankte sich Heiko Heesch bei Kamerad Friedrich von Schönfels, der es den Wehren stets ermögliche, seinen Hof für Übungszwecke zu nutzen. In seinen Dank schloss Heiko Heesch auch die Firma Opel Storm mit ein, die das Fahrzeug für die Unfallrettung kostenlos zur Verfügung gestellt hatte.

Quelle: Fehmansches Tageblatt vom 13. November 2012