Klausdorf – Löschwasserschau

Wehren probten den Ernstfall

Mehr als 50 Kräfte der Freiwilligen Feuerwehren mit elf Fahrzeugen probten den Ernstfall

FEHMARN – Um 19.30 Uhr ging der Alarm los. Die Ausgangslage: „Im Außenbereich der Stallung brennen mehrere Rundballen. Das Feuer drohte auf die Stallung überzugreifen“, so die Meldung der Leitstelle. Großeinsatz für Fehmarns Feuerwehren – doch es war alles nur eine Übung. Vorrangiges Ziel der Großübung war es, die Zusammenarbeit der beteiligten Ortswehren weiter zu fördern und die Wasserversorgung aus den umliegenden Löschteichen zu überprüfen. Des Weiteren sollte der Umgang mit der Drehleiter der Burger Wehr intensiv geübt werden.

Eigentlich war eine gemeinsame Übung der Ortswehren Bannesdorf und Burg geplant, doch es gesellte sich die Puttgardener Wehr dazu. Denn auch die Sirene in Puttgarden schlug Alarm und die analogen Meldeempfänger der Puttgardener Kameraden piepten. Das war so eigentlich nicht geplant. Also begaben sich die Blauröcke aus Puttgarden in einer Stärke 8/1 Kräften mit 2 Einsatzfahrzeugen an den vermeintlichen Brandort zu den Stallung auf dem Hof von Landwirt Nico Lafrenz in Klausdorf. Nach einer kurzen Lageklärung bei der Übungsleitung wurden die Puttgardener Feuerwehrkameraden ins Übungsgeschehen mit eingebunden.

Insgesamt waren über 50 Kräfte mit insgesamt elf Einsatzfahrzeugen an der Übung beteiligt.
Es hatten sich zahlreiche Zuschauer am Einsatzort eingefunden, um die Übung zu verfolgen.
Der „Einsatzort“, die Stallung auf dem Hof von Nico Lafrenz, war erst im vergangenen Jahr in der Nacht vom 19. auf den 20. Mai Schauplatz eines Großbrandes gewesen. Durch eine Brandstiftung war der einstige Schweinestall komplett abgebrannt. 90 Schweine verbrannten beziehungsweise mussten wegen Verletzungen getötet werden. Außerdem wurden Schuppen und landwirtschaftliche Geräte durch das Feuer zerstört. Ein schmerzlicher Verlust für Schweinezüchter Nico Lafrenz. Der Täter konnte später ermittelt werden. Damals waren 120 Feuerwehrkräfte von sieben Wehren mit 12 Einsatzfahrzeugen vor Ort (das FT berichtete).

Verantwortlich für das Übungsgeschehen am Donnerstagabend war die „gastgebende“ Bannesdorfer Wehr unter der Leitung von Wehrführer Rolf möller, dessen Einsatzleitungsfahrzeug auch als erstes vor Ort war. Nach Legung der Schlauchleitung von den zwei Löschteichen zum Brandort heiß es „Wasser marsch!“. Auch die Drehleiter kam beim Löschen zum Einsatz. Zudem hatten Einsatzkräfte mit Atemschutzgerät unter besonderer Sicherung die Möglichkeit, die Drehleiter zu erklimmen, welches in Anbetracht ihrer schweren Ausrüstung eine körperliche Herausforderung darstellte.

Rund 70 Minuten nach Alarmauslösung ging die Großübung zu Ende. Bei der anschließenden Manöverkrtik wurde festgestellt, dass die Manöverleitung mit den Eisatzergebnissen mehr als zufrieden war. Der Klausdorfer Nico Lafrenz bedankte sich noch einmal bei den Kameraden der Wehren für den geleisteten Einsatz während des Großbrandes im vergangen Jahr . unabhängig von dieser Übung werden die elf Ortswehren der Insel in den kommenden Wochen wieder ihre Herbstabschlussübung durchführen.
[…] – ga

Quelle: Fehmarnsches Tageblatt vom 6./7. Oktober 2012