E47 – Gefahrtguteinsatz auf Fehmarn

FEHMARN – Seit 13.30 Uhr gibt es einen Gefahrguteinsatz auf Fehmarn. Etwa fünf Kilometer vor Puttgarden platzte einem dänischen Lkw ein Reifen. Dabei trat aufgrund einer defekten Dichtung etwa ein Liter des Gefahrguts aus. Der 51 Jahre alte Fahrer von einer Transportfirma aus Kolding blieb unverletzt. Er bemerkte am rechten Fahrbahnrand stehend, dass Flüssigkeit austrat und wählte unverzüglich den Notruf.

Nur mit Vollschutz nähern sich die Einsatzkräfte dem Lkw.

Der Gefahrguttransporter hatte 22120 Kilogramm des Giftes Anilin geladen. Die hellbraune Flüssigkeit ist ätzend, gesundheitsgefärdend und umweltgefährlich. Da das starke Blutgift auch druch Einatmen und durch die Haut aufgenommen werden kann, müssen die Einsatzkräfte zwingend eine Sicherheitszone einhalten. Diese darf nur mit Schutzanzügen betreten werden. Im Einsatz sind und waren die Freiwilligen Feuerwehren Burg, Bannesdorf, Meeschendorf, Puttgarden, die Führungsgruppe der Stadt Fehmarn, der Erkundungstrupp Fehmarn sowie Einheiten des Löschzuges Gefahrgut Ostholstein. Für die Bannesdorfer Kameraden war gegen 14.46 Uhr Einsatzende. Gegen 15.19 Uhr wurde die Wehr aus Meeschendorf abgezogen. Auch die Gemeindewehrführung, Rettungswagen und ein Notarzt waren vor Ort. Die E 47  und die Bahnstrecke wurde gleich nach dem Unfall komplett gesperrt. Eine Rundfunkdurchsage wurde veranlasst. Gegen 17 Uhr war die Bahnstrecke wieder freigegeben.

 

Quelle: fehmarn24.de