Volker Delfskamp wiedergewählt

FEHMARN – Volker Delfskamp ist am Donnerstagabend (19. März) auf der Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehren der Stadt Fehmarn für weitere sechs Jahre zum Gemeindewehrführer der Stadt Fehmarn gewählt worden. Er war der einzige Kandidat, der sich für den Posten zur Verfügung gestellt hatte. Mit 142 Jastimmen lag die Zustimmungsquote der 167 anwesenden aktiven Feuerwehrkameraden bei rund 85 Prozent. Delfskamp geht damit als Chef der elf Ortsfeuerwehren in seine zweite Amtszeit.

Alter und neuer Gemeindewehrführer: Volker Delfskamp – © Fehmarn24/Andreas Höppner

Allerdings hatte es in der Mensa der Inselschule zunächst einige besorgte Gesichter auf dem Podium gegeben, denn bei Sitzungsbeginn war die Versammlung nicht beschlussfähig. 319 aktive Feuerwehrkameraden gibt es zurzeit auf Fehmarn, mindestens 50 Prozent – also 160 Aktive – hätten anwesend sein müssen. Waren es aber nicht, sodass Volker Delfskamp kurz nach 19 Uhr die Sitzung mit dem Hinweis eröffnete, in zwei Wochen eine erneute Sitzung einberufen zu müssen, sollte an diesem Abend keine Beschlussfähigkeit mehr hergestellt werden können.

So sah man in der Mensa zahlreiche Feuerwehrkameraden mit dem Handy am Ohr, um noch einige Kameraden zum Sitzungsort zu locken. Um 19.40 Uhr traf schließlich der 160. Feuerwehrkamerad ein. Die Beschlussfähigkeit war hergestellt. Als es dann um 20.04 Uhr an die Wahlurne ging, hatten schließlich 167 wahlberechtigte Kameraden den Weg in die Mensa gefunden.

In einem kurz zuvor abgehaltenen Wahlgang hatte die Versammlung jedoch den Grundstein dafür gelegt, dass es in Zukunft keine solchen Zitterpartien um die Beschlussfähigkeit dieser Versammlung geben dürfte. Mit großer Mehrheit stimmte man einer Satzungsänderung zu, die zum Inhalt hat, auf ein Delegiertensystem umzustellen. Ein Delegierter vertritt dann zehn aktive Feuerwehrkameraden. Die Beschlussfähigkeit wäre auch hier bei Anwesenheit von 50 Prozent der Delegierten hergestellt.

Zu den herausragenden Handlungen des Abends gehörten mehrere Ehrungen, von denen Kreisbrandmeister Ralf Thomsen zwei vornahm. Völlig überrascht zeigte sich Polizeihauptkommissar Hartmut Steffen (59), der 28 Jahre die Dienststelle Fehmarn leitete und seit Februar Chef des Reviers Heiligenhafen ist. Steffen wurde mit dem Schleswig-Holsteinischen Feuerwehr-Ehrenkreuz in Bronze ausgezeichnet. Er habe das Feuerwehrwesen in ganz besonderer Weise gestützt und gestärkt, „da er einem Angehörigen seiner Dienststelle den uneingeschränkten Feuerwehrdienst seit nunmehr 16 Jahren in Führungsfunktion ermöglicht hat“. Es habe immer einen besonderen Dialog zwischen Polizei und Feuerwehr von hoher Qualität gegeben. „Hartmut Steffen hat sich um das Brandschutzwesen verdient gemacht“, so Ralf Thomsen in seiner Laudatio.

Mit dem Schleswig-Holsteinischen Feuerwehr-Ehrenkreuz in Gold geehrt wurde Heiko Heesch, seit 2006 Ortswehrführer der Freiwilligen Feuerwehr Puttgarden-Todendorf. Mit „unwahrscheinlich viel Herzblut“ führe er diese Wehr, so Thomsen. Zudem habe er großen Anteil an der Gründung und dem aktiven Betrieb der Jugendfeuerwehr. „Und es ist nicht nur Heiko Heesch, der seit 18 Jahren aktiv die Geschicke der Feuerwehr leitet, sondern es ist vielmehr die ganze Familie Heesch, die das Leben in der Feuerwehr prägt.“ Heiko Heesch sei es in besonderer Weise zu danken, dass „die Ortsfeuerwehr Puttgarden-Todendorf mittlerweile über jede Kritik erhaben ist. Er hat sie zu einem festen Bestandteil im Sicherheitsgefüge der Stadt Fehmarn gemacht“, lobte der Kreisbrandmeister das Engagement des 45-Jährigen.

Quelle: fehmarn24.de