Reisebericht – Mallorca

Am 05.05.2016, am Vatertag, war es soweit! Unsere Reise zur Sonneninsel Mallorca begann. Früh morgens um zwei Uhr starteten wir am Gerätehaus in Bannesdorf. Von dort aus ging es mit zwei kleinen Bussen zum Hamburger Flughafen. Nach dem Check-In, einem kleinen Frühstück in der Bäckerei am Airport und der Sicherheitskontrolle konnten wir recht schnell unsere Sitzplätze im Flieger beziehen. Pünktlich und als erste Maschine hoben wir um 6:00 Uhr gen Süden ab.

Auf unserer Flugroute kreuzten wir weitere tolle Urlaubsziele, so überflogen wir unter anderem den Genfer See und die Côte d’Azur. Nach ca. 2,5 Stunden Flugzeit setzte unser Pilot die Boeing 757-300 zum Landeanflug auf den „Aeroport de Son Sant Joan“ an. Die Insel begrüßte uns mit schönstem Sommerwetter.

Nach einer kurzen Busfahrt erreichten wir unser Hotel, das HM Tropical Platja de Palma. Nachdem wir rasch unsere Zimmer bezogen wurden wir schon von unserer Reiseführerin Edit erwartet. Sie ist jahrelang als Reiseführerin auf der ganzen Welt unterwegs gewesen, hat dann jedoch für sich festgestellt, dass Mallorca der „schönste Fleck“ auf der Erde ist und sich auf der Insel niedergelassen. Dies ist nun schon 21 Jahre her.

Mit ihr ging es auf eine Stadtführung durch Palma. Zur ersten Orientierung sind wir die wichtigsten Straßen der Metropole abgefahren und danach ging es zu Fuß durch die kleinen Gassen der Altstadt. Bei unserem Stadtbummel konnten wir viele tolle Sehenswürdigkeiten bestaunen, unter anderem den “Palma Major“ (dem Hauptplatz in der Oberstadt), die Kathedrale “La Sei“ und den “1000 Jährigen Olivenbaum“ gegenüber dem alten Rathaus.

Zum Mittagessen kehrten wir in ein typisch maokinisches Restaurant ein, wo wir ein kulinarisches Highlight erleben durften. Es wurden unglaublich leckere und hausgemachte Tapas serviert und dazu wurden heimische Getränke gereicht.

Anschließend ging es frisch gestärkt durch die kleinen Gassen weiter auf Entdeckungstour. Dabei erklärte uns unsere Reiseführerin die Architektur der alten Gebäude sowie den geschichtlichen Werdegang der Stadt. Am Nachmittag wurde dann, um die Wartezeit auf unseren Bus zu verkürzen, im Yachthafen von Palma noch ein kurzer „Kaffee-Stopp“ eingelegt. Den restlichen Tag ließen wir gemeinsam beim Abendessen im Hotel ausklingen.

Am Freitagmorgen ging es für uns mit dem Bus und unserer Reiseführerin Edit in den hohen Norden der Insel. Wie hoch es wirklich werden würde sollten wir später noch erfahren. Leider hat das Wetter nicht ganz mitgespielt, so mussten wir bei Nieselregen und grauer Wolkendecke zu unserem ersten Tagesziel starten. Dies war das kleine Hafenstädtchen Port de Pollença. Von dort aus sind wir die Uferpromenade bis nach Formentor entlanggelaufen; immer im Blick die Bucht von Pollença und die Halbinsel Formentor.

Wieder am Bus angekommen ging es weiter nach Mirador Colomer an die nördliche Steilküste. Hier bestiegen wir zu Fuß den Aussichtspunkt Mirador Es Colomer. Nach der Fotopause an der Steilküste führte uns der Weg ins Gebirge der “Serra de Tramuntana“ zum Wallfahrtsort “Santuario de Santa Maria de Lluch“.

Das Santuario de Lluch liegt in einem Talkessel und ist von über 1000m hohen Bergen umgeben. Das Hauptgebäude des Santuari besteht aus mehreren Flügeln, in denen ein Gymnasium mit Internat, ein Museum, eine Herberge sowie die Wallfahrtskirche untergebracht sind. In der Wallfahrtskirche befindet sich die Statue der “Mare de Déu de Lluc“, die Schwarze Madonna. Auch ist hier der Schul- Chor „elsBlauets“ des Internats beheimatet. Dieser ist in Spanien überregional bekannt. Während unserer Besichtigung der Wallfahrtskirche konnten wir einem Gottesdienst mit dem Chor beiwohnen.

Nach der Besichtigung des Wallfahrtsort “Santuario de Santa Maria de Lluch“ sind wir in die nahe gelegene Wanderunterkunft “Refugi de Son Amer“ zum Mittagessen eingekehrt. Hier gab es ein traditionelles Mittagessen.

Auf dem Weg zu unserem letzten Etappenziel, dem Bergdorf Fornalutx, hielten wir noch an einem Aussichtspunkt auf der Hauptstraße. Vor der beeindruckenden Gebirgskulisse der “Serra de Tramuntana“ versammelten wir uns zu einem Gruppenfoto.

Die Serpentine ist, wie die meisten Straßen im Hochgebirge, von Rennradfahrern sehr beliebt. Respektvoll beobachteten wir aus dem Bus heraus, wie die einen sich den Berg hoch kämpften und die anderen wie ein Geschoss den Berg hinunter rauschten, teilweise mit haarsträubenden Überhol- und Fahrmanövern. Bewundernswerterweise blieb unser Busfahrer Cesco dabei sichtlich ruhig. In Fornalutx angekommen ging es gleich auf einen kleinen Stadtrundgang. Auch hier erkundeten wir die kleinen Gassen des preisgekrönten Bilderbuchdorfes.

Bevor wir uns auf den Rückweg zum Hotel machten, legten wir noch einen kurzen Zwischenstopp in der Stadt “Sóller“ ein. Hier konnten wir unter anderem die über 100 Jahre alte Stadtbahn begutachten. Einige von uns nutzten die Zeit, um ein Eis in der ältesten Eisdiele des Ortes zu essen. Nach gut einer halben Stunde sammelte uns der Busfahrer wieder ein und brachte uns gemeinsam mit unserer Reiseführerin Edit zum Hotel zurück. Dort verabschiedeten wir Cesco und Edit mit großem Dank.

Ein langer Tag neigte sich dem Ende entgegen, jedoch nicht für alle, da unser Hotel unweit der berühmt berüchtigten Schinkenstraße lag. Es wurde zum Abschluss des Tages, nach einer kurzen Ruhepause, die nahegelegene Partymeile erkundet.

Der Samstag, der letzte Tag auf Mallorca, stand den Kameraden zur freien Verfügung. Wie bereits am Vortag hatte Petrus es nicht sonderlich gut mit uns gemeint; graue Wolken und Nieselregen prägten den Tag. Trotz des Wetters ließen sich die Kameraden den Tag nicht vermiesen. Sie mieteten sich ein Auto oder ein Fahrrad und erkundeten die Umgebung, denn Feuerwehrmänner sind ja nicht aus Zucker! Per Drahtesel ging es z.B. nach Palma. Zum Abend hin lockerten die Wolken etwas auf und die Sonne kam doch noch für kurze Zeit zum Vorschein. Beim Abendessen im Hotel tauschten sich die Kameraden dann über das am Tag erlebte aus.

Am Sonntag um 5.30 Uhr hieß es Abfahrt zum Flughafen Palma, denn schon gegen 08.00 Uhr startete unsere Maschine in Richtung Hamburg. Nach einer kleinen Verzögerung am Gepäckempfang konnten wir um 12.00 Uhr den Weg in die Heimat antreten. Gegen 14.30 Uhr konnten wir unseren Kleiderbügel, nach kleineren Staus auf der Autobahn, bei schönstem Wetter überqueren.

Diese Reise wird den Kameraden wohl noch lange in Erinnerung bleiben. Wir nehmen viele Erfahrungen und tolle Erlebnisse aus den vergangenen Tagen mit nach Hause.

Gracias y adiós Mallorca.

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