KFV OH – JHV 2016: Was wären wir ohne Feuerwehr

(KFV OH/ Burg a.F.) Immer wieder ist es ein beeindruckendes Bild, wenn der Kreisfeuerwehrverband Ostholstein zur Jahreshauptversammlung lädt. Gut 400 Delegierte und Gäste konnte Kreiswehrführer Thorsten Plath in der Großsporthalle in Burg a.F. begrüßen. Sie alle waren gekommen, um neben den abzuwickelnden Regularien vor allem den Rechenschaftsbericht für 2015 zu hören und an den Ehrungen zahlreicher verdienter Feuerwehrkameraden teilzuhaben. 

Den Reigen der Grußredner eröffnete der gastgebende Bürgermeister der Stadt Fehmarn, Jörg Weber. Er wünschte Thorsten Plath und seiner Mannschaft für die kommenden Aufgaben alles Gute und eine immer glückliche Hand. Er freute sich, dass nach über 30 Jahren erstmals wieder eine Jahreshauptversammlung auf der Insel stattfindet. Er sah es als Anerkennung für die 11 Ortswehren und 3 Jugendwehren der Stadt Fehmarn und stellte den besonderen Stellenwert der Feuerwehren in den Vordergrund. Leider werde dies bei den Diskussionen um den Haushalt der Kommunen nicht immer so gesehen.
Landrat Reinhard Sager ging in seinem Grußwort auf den Jahresbericht ein und stellte angesichts von 3.169 Einsätzen in 2015 fest: „Was wären wir ohne unsere Feuerwehren.“ Erfreulich sei, dass bei der Zahl der 3.775 Aktiven ein leichtes Plus zu verzeichnen ist. Interessiert schaue man immer auf die Zahlen der Jugendfeuerwehren, weil daraus ein wesentlicher Bereich des Nachwuchses rekrutiert werden kann. Dennoch dürfe der Nachwuchs nicht nur aus den Jugendfeuerwehren kommen, man müsse auch verstärkt die Anstrengungen unternehmen, Erwachsene für die Freiwillige Feuerwehr zu gewinnen. Sager: „Da dürfen wir in keinem Fall nachlassen.“ Zuversichtlich zeigte er sich zur Arbeit der Integrierten Leitstelle Süd. Dort habe es sich jetzt so langsam und richtig „eingeruckelt“. Erstmalig hat man dort 30 Planstellen in voller Besetzung. Und auch auf die Fahrzeugbeschaffungen lege der Kreis weiterhin viel Wert. Die erhöhten Förderungen aus der Feuerschutzsteuer sollen Anreiz für die Gemeinden sein. Sager: „Wir wollen das jeweils technisch beste und neueste Gerät unseren Feuerwehren zur Verfügung stellen.“
Landesbrandmeister Detlef Radtke dankte Ostholsteins Feuerwehren für die professionelle Arbeit in den Bereichen des abwehrenden Brandschutzes, der technischen Hilfeleistung und in der Prävention. Der Kreisfeuerwehrverband bringe sich personell und thematisch sehr in die Arbeit des Landesfeuerwehrverbandes ein und trägt dazu bei, dass der Landesfeuerwehrverband an Stellen wie Wirtschaft, Handwerk, Politik und Verwaltung ernst genommen wird. Themen wie Kameradschaftskassen, Satzung und insbesondere Marketing waren Schwerpunkte der Arbeit des LFV SH. Insbesondere im Bereich des Marketing setze der LFV SH auf Initiativen und Ideen der Feuerwehren. Hierzu steht den Feuerwehren ein besonderer Fördertopf zur Verfügung.
Während der Versammlungen galt es aber auch einige Regularien zu behandeln. So wurde die Jahresrechnung für das Jahr 2015 ebenso einstimmig verabschiedet, wie der Haushalt für das Jahr 2016. Der Stellungnahme zum Prüfungsbericht des Gemeindeprüfungsamtes wurde zugestimmt und auch die Neufassung der Satzung des Kreisfeuerwehrverbandes Ostholstein verabschiedet.
Zwei Beisitzer waren in den Vorstand des KFV OH zu wählen. Nachdem Kam. Michael Hasselmann nun als stellv. Kreiswehrführer tätig ist, musste für den Bereich der Stadt Fehmarn, der Stadt Heiligenhafen und des Amtes Oldenburg-Land (ohne Gemeinde Wangels) ein neuer Beisitzer gewählt werden. Hier stellte sich HBM Thorsten Röhrke (FF Landkirchen) zur Wahl und wurde ebenso gewählt, wie HBM Lars Wellmann (FF Bad Schwartau-Rensefeld). Kam. Wellmann tritt die Nachfolge von Peter Dornheim an, der sich nach 18-jähriger Tätigkeit als Beisitzer nicht wieder zur Wahl stellte. Die Wahl erfolgte für den Bereich der Gemeinden Ahrensbök und Stockelsdorf sowie der Stadt Bad Schwartau.
In seinem Schlusswort dankte stellv. Kreiswehrführer Michael Hasselmann den Feuerwehren für ihre Arbeit in 2015. Zum Jahresende, so Hasselmann, mochte es schon keiner mehr hören: Cobra 4, Satzungsänderung, Digitalfunk, Funkrufnamenänderung. Viel musste wieder bearbeitet werden, und dieses innerhalb kürzester Zeit. Hasselmann: „Geschimpft haben wir alle darüber, rechtzeitig geschafft haben wir es aber auch wieder. Warum? Weil uns unsere Feuerwehr am Herzen liegt. Auf das Geschaffte könnt Ihr zu Recht stolz sein. Eure Kreiswehrführung ist auf Euch stolz. Wir hoffen, dass Ihr im kommenden Jahr wieder für uns da seid, wie wir auch für Euch.“

Quelle: Kreisfeuerwehrverband Ostholstein