Jahreshauptversammlung: Noch keine Engpässe zu verzeichnen

FEHMARN – Gegenüber anderen Ortswehren ist Bannesdorf aktuell personell gut aufgestellt. Das konnte der kommissarisch eingesetzte Ortswehrführer Andreas Schacht auf der diesjährigen Jahreshauptversammlung im Gasthof Meetz berichten. Mit dem Ausbildungsstand seiner Feuerwehrkameraden ist der Chef ebenfalls sehr zufrieden.

32 aktive Kameraden gehören derzeit der Ortswehr an. Dazu verfügt die Wehr im Inselosten über 15 Kameraden in der Ehrenabteilung und 115 Personen sind als passivfördernde Mitglieder bei der Wehr eingetragen.

Bekanntermaßen herrscht auch auf Fehmarn Personalmangel bei den Ortswehren. Durchgeführte Infoveranstaltungen mit dem Ziel der Personalgewinnung brachten nur verhaltene Ergebnisse, die Anzahl der Neueintritte hält sich in Grenzen. Bei der Bannesdorfer Wehr herrschen zwar derzeit keine Personalprobleme, aber die Frage ist, wie lange dies noch so bleibt.

Aus dem vorgelegten Jahresbericht geht hervor, dass mehrere Kameraden aus Gründen des Wegzuges und der Versetzung aus Altersgründen in die Ehrenabteilung ausfallen und die Anzahl der Neuaufnahmen wesentlich geringer ist. Ein Ungleichgewicht, das mittelfristig dazu führen könnte, dass eine personelle Unterbesetzung nicht ausgeschlossen werden kann. Eine drohende Zwangsverpflichtung von Bürgern, um die Einsatzfähigkeit der Wehren sicherzustellen, wird aber seitens der Feuerwehrführungskräfte nur als letzter Ausweg angesehen. So sieht es nicht nur der Bannesdorfer Feuerwehrchef Andreas Schacht, sonder auch der stellvertretende Gemeindewehrführer Johannes Seyfert.

2017 verlief für die Bannesdorfer relativ ruhig. Zu acht Einsätzen, zwei Fehlalarmierungen und einer großen Alarmübung wurden sie gerufen. Die Alarmübung im November auf dem Bahnhofsgelände in Puttgarden, ausgearbeitet von den Wehren aus Heringsdorf und Burg, verlangte den Kameraden allerlei ab. Sie haben die Aufgabe, eine Schneise durch das Dickicht von der Straße zum Schienenstrang zu schneiden, um so die verunglückten Personen zu erreichen.

Mit dem Ausbildungsstand der Kameraden zeigte sich der Ortswehrführer äußerst zufrieden. Froh ist er auch darüber, dass die einheitlichen Ausstattung der neuen Schutzausrüstung voranschreitet. Ende 2017 konnten die zwölf Atemschutzgeräteträger der Ortswehr bereits ihre persönliche Schutzausrüstung entgegennehmen. Zum Teil war die alte Schutzkleidung über 15 Jahre alt.

Von den Versammlungsteilnehmern wurde Jan Grebien einstimmig zum neuen Kassenwart gewählt. Das gilt auch für seinen Stellvertreter Timo Möller. Für 40 Jahre Mitgliedschaft in der Feuerwehr erhielt Hartmut Rühmann das Brandschutz-Ehrenzeichen am Bande in Gold und das dementsprechende Dienstabzeichen überreicht. Frank Beck erhielt für 25 Jahre Mitgliedschaft das Brandschutz-Ehrenzeichen am Bande in Silber verliehen. Für 20 Jahre Mitgliedschaft wurde Josef Meyer und für zehn Jahre Timo Möller geehrt. Rolf Wohler und Hartmut Rühmann wurden zu Löschmeistern und Markus Müller wurde zum Hauptfeuerwehrmann (3 Sterne) ernannt. Die Geschwister David und Simon Meyer erhielten ihre Ernennung zu Oberfeuerwehrmännern.

Aufgrund der Altersgrenze erfolgte die Versetzung von Rolf Wohler, Hartmut Rühmann und Georg Weilandt in die Ehrenabteilung. Für den aktiven Dienst in der Feuerwehr erhielten sie jeweils einen Präsenskorb überreicht. Besonderen Dank richtet der Ortswehrführer an Georg Weilandt aus Presen, der sich stets besonders engagiert, auch im Vorstand, für die Ortswehr Bannesdorf eingesetzt hat. Neu aufgenommen wurde Jochen Czwalina.

In seinen Grußworten richtete der Erste Stadtrat Werner Ehlers lobende und dankende Worte an den Ortswehrführer, der vor einem Jahr als beauftragter Wehrführer für zwei Jahre eingesetzt wurde, nachdem bekanntlich für Rolf Möller im letzten Jahr keine Nachfolge gefunden werden konnte. „Kompetenz und gute Zusammenarbeit zeichnet dich besonders aus“, so Ehlers in Richtung Schacht.

Ehlers weiter: „Die Leistungsfähigkeit einer Feuerwehr wird nicht nach der Anzahl ihrer Einsätze gemessen, sondern am vorhandenen Sachverstand und der Bewältigung ihrer Aufgaben“. Ehlers ging natürlich auch auf die inselweite durchgeführten Infoveranstaltungen mit dem Ziel der Personalgewinnung ein. „Zwar haben wir uns im Ergebnis mehr versprochen, aber ganz umsonst waren diese Veranstaltungen sicher nicht“, so Werner Ehlers abschließend.

Quelle: Fehmarnsches Tageblatt vom 15. Januar 2018