Bannesdorf – Alarmübung

Übung anlässlich eines Brandes vor zehn Jahren 
Im März 2000 brannte die Backsteinscheune der Familie Meetz in Bannesdorf nieder

BANNESDORF (ga) – Am 3. März 2000 brannte die Backsteinscheune der Familie Meetz in Bannesdorf nieder. Vor zehn Jahren. Aus diesem Anlass hatte Familie Meetz die Bannesdorfer Kameraden zu einem Essen in ihren Gasthof eingeladen.

Vor zehn Jahren war bei heftigem Sturm die Backsteinscheune bis auf die Grundmauern niedergebrannt. Zahlreiche Rinder, Schweine und Schafe kamen ums Leben.
Dank des schnellen Eingreifens der Wehr konnte verhindert werden, dass die Flammen auf die Nachbargebäude der Familie übergriffen. So konnte ein Sachwertvermögen in einer Höhe von rund 4 Millionen Mark gerettet werden. Die Einladung war Anlass für die Kameraden, kurz entschlossen eine Übung anzuberaumen. 24 Einsatzkräfte beteiligten sich daran. Unter ihnen auch vier Kameraden, die heute der Ehrenabteilung angehören, aber vor zehn Jahren aktiv mitgeholfen hatten, das Feuer zu löschen.

Folgendes Szenario sah die Übung vor: Feuer in der neuen Scheune der Familie Meetz, eine Person wird vermisst. Am Mittwoch um 18.22 Uhr erfolgte die Alarmierung. Mit Tanklöschfahrzeug, Rüstwagen und Einsatzleitwagen wurde ausgerückt. Mehrere Einsatztrupps mit C-Rohren führten den Löschanf+griff durch. Zwei Kräfte mit Atemschutzgeräten arbeiten sich in die „brennende Scheune“ vor und retteten die verletzte Person. Um 18.35 Uhr hieß es „Feuer aus“, die Übung war zu Ende. Anschließend trafen sich alle beim Gasthofinhaber Matthias Meetz, selbst Kamerad der Bannesdorfer Wehr. Ortswehrführer Rolf Möller überreichte zwei eingerahmte Fotovergrößerungen vom damaligen Brand der Scheune. Vor dem Essen erinnerte Rolf Möller anhand vorliegender Akten mit Einsatzberichten und anderen Unterlagen noch einmal an den Großbrand, an dem auch andere Wehren der Insel beteiligt waren.

Quelle: ft-online/lokales vom 5. März 2010